Heumilch Schweiz: Christian Schönbächler neuer Präsident — Hans Aschwanden im Vorstand
LID Pressecorner, 7. April 2022.
An der 7. Delegiertenversammlung von Heumilch Schweiz kam es zu einer kleinen Rochade im Vorstand. Die Anwesenden wählten Christian Schönbächler zum neuen Präsidenten sowie Dario Platz als Vertreter der Milchproduzenten und Hans Aschwanden für die Milchverarbeiter. Zudem wurde das Heumilchreglement angepasst und die neue Kampagne präsentiert.
Präsident Erich Unternähren musste bereits nach zwei Jahren aus privaten Gründen seinen Rücktritt bekannt geben. Er blickt auf zwei bewegte Jahre zurück, in der sich für Heumilch Schweiz einiges verändert hat. Die neue Geschäftsstelle ist etabliert, das Heumilchreglement auf Schweizer Verhältnisse angepasst und trotz kleinerem Budget gelang es einige Marketingmassnahmen umzusetzen. Einzig die Mitgliederzahl konnte nicht gehalten werden — hier Lösungen zu finden wird eine der Aufgaben des neugewählten Präsidenten sein.
Mit Christian Schönbächler wird das Präsidium wiederum mit einem kompetenten Heumilchlandwirt besetzt. Er betreibt mit seiner Familie in Einsiedeln einen Milchwirtschaftsbetrieb und ist als VR-Präsident bei Barto AG in der Landwirtschaft sehr gut vernetzt.
Ebenfalls den Rücktritt aus dem Vorstand gaben Urs Kiener (Vertreter Milchproduzenten) und Marc Heller (Vertreter Milchverarbeiter). Die Sitze konnten mit Dario Plaz, Landwirt und Heumilchproduzent aus Savognin, und mir als Vertreter der Bergkäserei Aschwanden in Seelisberg besetzt werden.
Anpassungen an Schweizer Tradition
Alle Heumilchproduzenten von Heumilch Schweiz haben sich an das Heumilchregulativ zu halten. Seit Beginn führte das Verfütterungsverbot von Kartoffeln zu Diskussionen. In der Schweiz hat die Verfütterung von Kartoffeln in der silofreien Milchwirtschaft Tradition und wird von zahlreichen Landwirten praktiziert. «In langen Diskussionen mit ARGE Heumilch konnten wir diesen Punkt nun endlich auf die Schweizer Gewohnheiten anpassen», erklärte Erich Unternährer.
Neue Kampagne «Heu braucht keine Verpackung»
Mit neuen Sujets möchte Heumilch Schweiz auf den Social-Media-Kanälen auf sich aufmerksam machen. Dabei dreht sich alles um die Verpackung, welche beim Heuen im Gegensatz zum Silieren wegfällt. Neben der Plastikreduktion bringt dies weitere Vorteile für die Umwelt: In Siloballen werden zahlreiche Insekten gefangen und auch Pflanzen können sich weniger gut versamen. Zudem erfolgt der erste Schnitt beim Heuen etwas später als beim Silieren und so können die Pflanzen besser ausreifen. Weiter verfügen die Heumilchkäsereien über Verkaufsläden mit offenen Käse-Theken, wo ebenfalls weniger Verpackung benötigt wird.
Erschienen auf presseportal.ch / LID Pressecorner, 7. April 2022.